KULTMAIL 247 - Catch your Heaven

 

Salut e Bonjour, ça va mon amour ?

Gestern abend hatte ich ganz spontan meinen ersten Gig mit dem Tenori-ON, auf einer Vernissage wurde ich so inständig darum gebeten, dass ich kaum nein sagen konnte, fummel ich doch schon seit über 6 Monaten mit meinem Lieblingsspielzeug rum... mitllerweile könnt ich wohl schon Unterricht geben, auf jeden Fall ist dat Dingens auch für Kids weit sinnvoller, als jedes Video oder Ballerspiel, ich denk mal drüber nach.. Ahja, für alle, die das T-ON noch nicht kennen, hier isset: http://www.youtube.com/watch?v=_SGwDhKTrwU

Der Link zu dem ebenfalls einzigartigen Film "Home" scheint nicht richtig angekommen zu sein, es lohnt sich wirklich, den Film mal anzusehn, entweder im Kino, was sicherlich die intensivste Erfahrung ist, oder Home @ Home:
http://www.home-2009.com/us/index.html

Jup, nun beginnt sie also, die Woche des längsten Tages des Jahres, das muss ja mal gefeiert werden, wer sich berufen fühlt und noch keine Einladung hat, möge sich kurz zurückmelden bei mir, am kommenden Donnerstag findet der zweite oder dritte T-ON Gig anläßlich o.g. Feier statt, wo und wann erfahrt ihr bei einer PM an mich.

Achtung ! Kameras im Schanzenviertel:

hallo ihr,

die polizei filmt heimlich in der schanze von privatwohnungen aus.
das abendblatt macht heute ne umfrage dazu, bisher ist noch ne
mehrheit dafür, aber das kann sich ja im laufe des tages noch
ändern ... http://www.abendblatt.de/hamburg/article1043820/Polizei-filmt-heimlich-im-Schanzenviertel.html

lg

Schon erschreckend, was die Herren Innenminister "im Namen der Freiheit" so alles unternehmen, um selbige abzuschaffen... wes geistig Kinder da zugange sind, läßt sich leicht erahnen, wenn man/frau sich einmal über die Ursprünge zB des BND's informiert, googel doch mal: "Organisation Gehlen + BND" ! Peinlich, peinlich... oder wie war das doch gleich mit den Parteispenden Skandalen durch dreckigstes Geld der Waffenhändler + Mörder a la Schreiber.. war da nicht ein Herr Schäuble involviert... ??? Was macht der doch gleich heute fürn Job ? Der Herr Direktor des BND's hat ja bereits den Betreibern von Wikileaks gedroht, wenn sie nicht bestimmte Artikel vom Netz nehmen, mal sehn, wann die Herren die Gestapo wieder aus der Mottenkiste zaubern.... see also:
http://wikileaks.org/

Soweit so gut (oder eher schlecht), arrgghh, die 50 Jahrfeier des Bühnestudios war recht erquicklich, der zweite Teil war für mich der interessantere, der Auftritt des U-Boot Orchesters mit der Tangoing Performance erinnerte mich schwer an Antoine Artaud und das balinesische Theater, schon kosmisch, wie die Mukkonauten da mit ihren Lampen wie Sterne exotische Sounddimensionen eröffnen, wobei einige anwesende Bürger damit nicht allzuviel anfangen konnten. However, weiter geht's in das zweite halbe Jahrhundert sowohl da als auch hier, just be here now:

Bärliehn:

Gastgeber:
Pelzique

Wann:
Freitag, 12 Jun 2009, 23:30
Wo:
MS Hoppetosse
Arena Treptow
Berlin
Berlin
Stadtplan zeigen

Just cant get enough...just pelz...just affe...just puff...just in timberlake...just ice...just dont do it...just in time...just us...just ieren...Just in diesem Moment musst ich an dich denken....JUST Music!

http://event.myspace.com/index.cfm?fuseaction=events.detail&eventID=502731.05652&hashcode=c50d5700-7e42-49c5-894b-9f6a530b1913

x©x©x©x-----------------------------------------------x©x©x©x

hier in Humbug im 4Tel läuft grad meine art:

12.6.09 | meine art. Kinder Kunst Projekt im Karoviertel.

hinterconti 12 & 13. Juni 2009

meine art
Kinder Kunst Projekt im Viertel

meine art

12. & 13. Juni 2009

Seit einigen Monaten treffen sich jeden Montag, Dienstag und Mittwoch ca. 40 Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren aus St. Pauli und der Schanze, um mit der Künstlerin Dörte Habighorst an ihrem Projekt „Meine Art“ zu arbeiten. Ziel des Projektes ist die kreative Nutzung des öffentlichen Raums. Die Künstlerin interessiert der kreative Umgang von Kindern wenn Freiflächen entstehen oder genutzt werden können. Die Ausstellung eröffnet das Projekt im im Viertel und gib Einblicke in die Prozesse und Arbeiten der Kinder. Und sie wollen mit dem Viertel kommunizieren! Daher kommt zahlreich jung und alt.

Ab 14 Uhr sind die Kinder im Hinterconti und bieten verschiedene Aktionen zum mitmachen an: Schablonentechnik, Sprayen und Malen auf Kacheln Die Kunstperformance Gruppe „Wald“ kommt um gemeinsam mit den Kindern aus dem Projekt und Freunden eine Performance zu erarbeiten. Beginn ca. 14:30. Um 17:30h startet die Krachparade mit Wald im Vorwerkstift. Von dort aus geht es durchs Karolinenviertel zum Hinterconti.

Die Ausstellung ist eröffnet ab ca. 18 Uhr!

Weitere Öffnungszeiten: Samstag | 14 bis 17 Uhr

www.meinearthamburg.de und www.myspace.com/wald

hinterconti

marktstrasse 40 A | D-20357 Hamburg

www.hinterconti.de
www.myspace.com/hinterconti
www.flickr.com/photos/hinterconti/

x©x©x©x-----------------------------------------------x©x©x©x

Jessica 6 war ja nu schon in HH bei der Lovegang, dafür heude in Big B bei den Bachstageasses...:

FREITAG/ MAGNET CLUB: JESSICA 6 + MALK


BACKSTAGE ASSES präsentiert:

JESSICA 6
(formerly known as Deep Red / Hercules&Love Affair)
dancepop . brooklyn . nyc

+

MALK
pop . köln


Freitag, 12.06.2009
Doors: 20 Uhr
Show: ca 21 Uhr

jess

BA

x©x©x©x-----------------------------------------------x©x©x©x

ooch in Bahliehn:

hello zusammen,

in letzter minute sei noch schnell vermeldet, dass moog und icke heute nacht in der bar 23 (lychener-23) endlich wieder einmal schallplatten mit kratziger musik aus den universen punk/wave/indie zu gehör bringen werden. u r invited.

cheers, hauke.

während hier in Town im Bau Matt Star electroart beglückt:

 Freitag, 12. JUNI @ Waagenbau


electroart feat. Matt Star (Weave Music/Int. Freakshow/Offenbach) - 12. Juni 2009

Man kennt die Veröffentlichungen von Matt Star auf Weave Music (Art of M/2006) oder International Freakshow (Anin/2007) oder seine Remixe auf Hypercolour, Num Rec. oder Opossum, um einige nur so zu nennen. Aber spätestens nach dem Erscheinen seines Tracks „Am I Dreaming“ auf Sven Väths Cocoon-Compilation ist Matt Star in aller Munde.

Sein Debütalbum „Art of M“ ist eine sehr reiche und vielfältige Umsetzung von Clubmusik. Seine Tracks entwickeln eine eigene, äußerst elementare Sichtweise auf elektronische Tanzmusik. Er lässt House und Techno verschmelzen, ohne dass stereotype Housesounds vorkommen und führt seine Produktionen auf den ursprünglichen, physischen Impuls der Musik zurück. Matt Stars Sound und seine DJ-Sets lösen überhaupt keinen Moment des Widerstands beim Hörer aus. Im Gegenteil, man wird Teil eines warmen, packenden Klangflusses und wird mitgerissen wie von einem Strom. Kein Aspekt dieser Musik prallt an der Oberfläche des Körpers auf, alles durchdringt die Haut, die Muskeln und die Knochen.
Der Sound befreit die Energien der Clubmusik und jeder wird letztlich mitgerissen von dem Sog, dem etwas an einer intensiven Erfahrung von Klang und Deepness liegt!

DJ Set:
Matt Star (Weave Music/Int. Freakshow/Offenbach)

Support:
Marco Morelle (Universum)
Bardia Salour (electroart/Kachelfunk Musik/Teheran)

More Infos : 
www.myspace.com/bardias

x©x©x©x-----------------------------------------------x©x©x©x

am Sa. in der sichtbar bei Cosmalita Frauengesichter:

frauengesichter vernissage / cosma shiva hagen

fg1

fg2

x©x©x©x-----------------------------------------------x©x©x©x

dann natürlich das Kubik, Plux meets Kubic there, wo Phillip mal wieder vollkrass Vollgas gibt::

PLUX Festival @ KUBIK

PmK

Nun ist die Katze aus dem Sack: Kurz entschlossen veranstaltet das PLUX -Konglomerat in Zusammenarbeit mit der KUBIK Crew ein Festival der Superlative! Dazu gastiert PLUX am 13. und 14. Juni wieder im „grünen“ Brandshof. Die Nacht zum Sonntag wird standesgemäß im vertrauten minimalistisch-opulenten Kubik mit seiner beeindruckenden Lichtinstallation gefeiert. Ab Sonntag morgen entsteht dann draußen ein neuer Dancefloor mit Funktion One Soundsystem, um am Tage mit Sonne und viel Schub nach vorne ausgiebig zu pluxieren. Für diesen speziellen Anlass wurde der Würfelbecher kräftig geschüttelt. Am Ende kam dabei eine handverlesene Auswahl der besten Künstler aus den letzten beiden Jahren Pluxgeschichte heraus.

Viele werden sich noch an die fulminanten Livesets der beiden M_nus Artists JOHN GAISER und AMBIVALENT im Jahr 2008 erinnern können. Beide Künstler stehen am absoluten Zenit ihres küntlerischen Schaffens und werden zu Recht zu den herausragendsten Talenten post-minimalistischer Produktionstechnik gezählt. Deshalb ist es nur konsequent, dass beide die Ergebnisse ihres aktuellen Treibens im Rahmen von Livesets präsentieren. Für bewährte und in ihrer Intensität unerreichte Massiv-Druckbeschallung sorgen die Herren Thomas Benedix und Tassilo Ippenberger, besser bekannt als PAN-POT, die nach zwei unglaublichen Plux-Gigs die nächste Runde einspielen. Aus Buenos Aires beehrt uns Senhor GURTZ, der gerade auf Europa-Tour ist und zuletzt ebenfalls durch ein extrem ausgetüfteltes Ausnahme-Liveset bei PLUX auffällig geworden ist. Er gehört zu den führenden Techno Produzenten der gegenwärtigen Wunderschmiede Argentinien und wird mit einem frisch entwickelten Liveset die Diehle beben zu lassen wissen.

 

Zu guter Letzt gehört zu einem Plux Festival selbstredend der lokale Support unserer über alles geschätzten Rabautz-Technokraten: Don Philipp Wolgast, Monsieur Marco Morelle, Sir Mark Blum, die Herren Soukie&Windish und natürlich die Funier Verlötungs-Fachmeisterei der 2toon Lords. Vollendet wird der Wahnsinn von ME&MY MONKEY die kein Schwein kennt. „Iss doch Banana“ – soviel wird hierzu verlautbart. Man munkelt, dass sie irgendwo zwischen hier und dort leben und sich ab und an auf dem ein- oder anderen Festival blicken lassen um dort Ihre abartig markante Note zu verbreiten...

Mit feierlicher Verfugung: Wir freuen uns drauf!

 

PLUX Festival @ KUBIK - AIN'T NO HULA!

13.& 14.06.2009 | Sa. 23:00 – So. 20:00 Uhr

Brandshofer Deich 114

 

GAISER - live (M_nus / Detroit)

PAN-POT (Mobilee / Berlin)

AMBIVALENT - live (M_nus / New York)

GURTZ - live (Einmaleins / Buenos Aires)

PHILIPP WOLGAST (Eminor)

2TOON (Plux)

SOUKIE & WINDISH (Hi Freaks)

MARCO MORELLE (Plux)

MARK BLUM  (Bar25)

ME & MY MONKEY (is doch Banane!)

x©x©x©x-----------------------------------------------x©x©x©x

am Sa. dann nochmal die Cocoon Night im Betonbunker:

Hallo Freunde,

am kommenden Samstag geht es in die Dritte Runde der “Cocoon”-Residency in Hamburg und wir freuen uns auf Euch!

cn3

 

Samstag 13.06.09 ab 24 Uhr

COCOON @ Uebel & Gefährlich

Mit Tobi Neumann, Extrawelt live, Maurizio Schmitz

(in dieser Reihenfolge spielen auch die Acts!)

www.uebelundgefaehrlich.com

www.cocoon.net

x©x©x©x-----------------------------------------------x©x©x©x

click empfiehlt:

Liebe Musikfreunde,

unsere Empfehlung für das Wochenende!


Freitag 12.06.09, 24h, 10 Euro, 

Minilogue - live (Crosstown Rebels, Wagon Repair/Malmö)
Harre (Click)

Baalsaal / Reeperbahn 25 / 20359 Hamburg

Ist doch klar! Minilogue, die zwei Herren aus Skandinavien, die Tiere zum kneten lieb haben. 
Auch bekannt durch dem S. sein Label C.! Danach bis nix mehr geht: Harre

Viel Vergnügen und gleich * im Kalender vormerken:

* coming up in july: sat. 11th CLICK OPEN-AIR Live: Adam Marshall (New Kanada, Cynosure/Berlin)
DJ´s: Harre + Henry + Marc Schneider (Click) (location info soon under www.click808.com )

Eure Clicks

x©x©x©x-----------------------------------------------x©x©x©x

bei DIY leuchtet's tiefschwarz:



Liebe Freunde,

diesen Samstag im DIY CLUB: Tiefschwarz und H.O.S.H.

Wir freuen uns.

DIY



-------------------------------------------


DIY Club
Talstrasse 9, St. Pauli

Samstag - 13.06.2009 | 23:55 H

Tiefschwarz (Souvenir | Berlin)
H.O.S.H. (Diynamic)




_Tiefschwarz
www.myspace.com/tiefschwarz

-----------------------------------------------------------------------------

_H.O.S.H.
www.myspace.com/hoshme

-----------------------------------------------------------------------------

NEXT: DIY Club - 20.06.09 w/ DIY 7th Birthday Bash

x©x©x©x-----------------------------------------------x©x©x©x

denn ma noch der lunaturm, da geht jetzt elektro, die Rocker kommen an im 21. Jahrhundert...

lunaturm


hallooo zusammen,

Am Samstag 13.06.gibs Techno im Turm!
Elektro Auftakt!

Lunaturm:

Billhorner Brückenstr. 41.,
nähe Brandshof auf
der anderen
Brückenseite.

http://tinyurl.com/mhqrlh

:::DJ's:
:::Leptomorph
:::2Hamburg
:::Jamabe
:::HolleLang
:::Timo Kreissel

doors open 23:00 uhr
€5

Und am Nachmittag gibs auch noch ne Demo!!!
siehe unten! Die Stadt gehört allen!!!

bis baldsen dann:)

x©x©x©x-----------------------------------------------x©x©x©x

Aufruf:
DIE STADT GEHÖRT ALLEN!
JUNI 2009 – DEMONSTRATION
GEGEN MIETERHÖHUNG, PRIVATISIERUNG
& VERTREIBUNG

1000 Euro für die erfolgreiche Vermittlung einer Wohnung in den üblichen
Vierteln ist Alltag gewordener Laternenpfahl. In innenstadtnahen Altbauvierteln
wie St. Pauli oder St. Georg sind Nettokaltmieten von 10 Euro aufwärts normal
geworden. Über Wilhelmsburg rollt die erste Mieterhöhungswelle. Fußgänger_innen mit und
ohne Kinderwagen und Rollifahrer_innen quälen sich im Schanzenviertel über Gehwege, die
zu Außenflächen der Gastronomie mutiert sind. Private Wachdienste entscheiden im so genannten
Business Improvement District am Neuen Wall, wer dort flanieren darf. In der möglichst
obdachlosen- und punkerfreien Innenstadt wird mit Hilfe willkürlicher Platzverweise
aussortiert, wer nicht ins Image passt.
VON DER STADT ZUM STANDORT
Hamburgs Stadtentwicklungspolitik orientiert sich am Leitbild der „Wachsenden Stadt“, das der
CDU/FDP/Schill-Senat 2002 aufgestellt hat:
„In einer Zeit, in der Menschen und Unternehmen angesichts
des erreichten Standes der Technik und der Infrastruktur
hochmobil sind und sich nahezu an jedem Ort engagieren
und entfalten können, werden in Konkurrenz um
kreative Menschen und Investitionen (…) die sogenannten
weichen Standortfaktoren wesentliche Wettbewerbsparameter.
Das beginnt bei Sauberkeit und Sicherheit in der Stadt,
bei qualitativ hochwertigen Bildungs- und Ausbildungsangeboten
und reicht über eine funktionierende und moderne
öffentliche Infrastruktur hin bis zu einem vielfältigen und
anspruchsvollen kulturellen Angebot, einer intakten Umwelt,
einer hohen Lebensqualität, einem ansprechenden
Wohnumfeld sowie einem attraktiven städtebaulichen Gesamtbild
usw.“
Freie und Hansestadt Hamburg, Staatliche Pressestelle: Leitbild: Metropole Hamburg - Wachsende Stadt; Hamburg 2002, S.10
Diese Standortorientierung führt letztendlich die Tradition Hamburger Stadtentwicklungspolitik weiter, die
SPD-Bürgermeister Klaus von Dohnanyi 1983 bereits unter dem programmatischen Titel „Unternehmen
Hamburg“ vorlegte. Der CDU-GAL-Senat verspricht jetzt ein „Wachsen mit Weitsicht“. Von diesem
modifizierten Leitbild erwarten wir kosmetische, jedoch keine grundlegenden Veränderungen.
Das Marketing der Stadt wird mit Eventkultur unterfüttert: Noch die einfältigste Idee darf mit großzügiger
Förderung rechnen - wenn sie nur ins maritime Image passt, sei es der Hafengeburtstag, die Cruise Days
oder das Tamm-Museum. Marathon, Radrennen, Harley Days, Düsenjägershows, Schlagermove usw.
usw. führen zu senatsgesponserter Dauerbelastung für die Anwohner_innen.
DIE REPRESSION NIMMT ZU -
PREISGÜNSTIGE WOHNUNGEN NEHMEN AB
Die Verschiffung der Bibi Altona nach Mecklenburg-Vorpommern macht Flüchtlinge im Stadtkern nahezu
unsichtbar. Gut sichtbar hingegen ist die Bebauung des Altonaer Elbufers mit Bürogebäuden und den sie
umgebenden Flächen, die sicher öffentlich genutzt werden könnten, die aber nicht öffentlich sind.
Die Privatisierung und Kommerzialisierung öffentlicher Räume wird durch Überwachung und Repression
abgesichert. Das 2006 in Kraft getretene Hamburger Polizeigesetz, als härtestes Polizeigesetz
Deutschlands angepriesen und mit Panikmache vor allgegenwärtiger Kriminalität durchgedrückt, markiert
(unter anderem) eine Verlagerung der Entscheidungsbefugnis von den Gerichten zur Polizei.
Bis zu 14-tägige Ingewahrsamnahmen und einjährige Aufenthaltsverbote, verdachtsunabhängige
Kontrollen, Videoüberwachung und vieles mehr führen letztlich dazu, dass jeder Mensch zunehmend
stärkeren polizeilichen Eingriffen ausgesetzt ist.
Eine Förderung des sozialen Wohnungsbaus findet nur noch auf dem Papier statt: Gab es 1990 noch
265.000 Sozialwohnungen, so sind es heute noch 119.000. Jährlich nimmt der Bestand um 5.300
Wohnungen ab, die aus der Mietpreisbindung herausfallen. Dabei sind 20 % der Hamburgerinnen und
Hamburger arm und auf günstigen Wohnraum angewiesen. Zu ihnen gehören u.a. kinderreiche Familien,
Jungerwachsene, Menschen mit Behinderungen, Haushalte mit Migrationshintergrund,
Geringverdiener_innen, Erwerbslose und Wohnungslose.
Öffentliche Gelder gibt es für Sanierungsgebiete oder für studentisches Wohnen in Wilhelmsburg oder auf
der Veddel, um diese Viertel für Zuziehende attraktiver zu machen. Damit trägt der Senat zur
Umstrukturierung der Viertel bei und befördert Gentrifizierung.
GENTRI... WAS?
London, 1964:
Ehemalige Stallungen oder Cottages - kleine Häuschen mit
zwei Räumen oben, zwei unten - sind in elegante, teure
Wohnungen umgebaut worden. Heruntergekommene größere
Häuser im viktorianischen Stil, zuvor noch als Pensionen
genutzt, wurden ebenfalls aufgewertet und neu bezogen.
Dies sind Anzeichen einer Entwicklung, der die britische
Stadtsoziologin Ruth Glass den Namen "Gentrification"
gibt. Begrifflich lehnt sie sich dabei an den Zuzug des
englischen Landadels (landed gentry) in die städtischen
Ballungsgebiete im 18. Jahrhundert und die damit verbundene
Verdrängung der ansässigen Bevölkerung an. Denn
auch 1964 beobachtet sie einen Verdrängungsprozess: In
den von ihr untersuchten innerstädtischen Vierteln werden
fast alle ursprünglichen Bewohner_innen aus der Arbeiterklasse
durch zahlungskräftigere Mittelschichtsangehörige
ersetzt. Letztlich ändert sich damit auch der gesamte soziale
Charakter des Wohngebietes.
Heute ist der Begriff Gentrification oder Gentrifizierung nicht nur in der Stadtforschung zu Hause, sondern
auch in Kämpfen um städtische Freiräume oder bei Mieter_innenprotesten. Ausgelöst wird Gentrifizierung
durch gesteigerte private und öffentliche Investitions- und Modernisierungstätigkeiten. Mieter_innen, die
sich die erhöhten Mieten nicht mehr leisten können oder wollen, verlassen das Viertel. Je attraktiver dieses
wird, desto mehr nehmen auch Versuche zu, Altmieter_innen zu vertreiben. Vermieter_innen wollen
entweder durch Luxusmodernisierung und Neuvermietung Topmieten erzielen oder durch die Umwandlung
von Miet- in Eigentumswohnungen Traumrenditen realisieren. Auch in Hamburg als Deutschlands Stadt
der Millionäre profitieren diese unmittelbar (als Hauseigentümer) oder mittelbar (über Immobilienfonds) von
der Umstrukturierung der inneren Stadt.
Für Kleingewerbetreibende sind die gestiegenen Mieten ebenfalls nicht mehr tragbar. Modische
Klamottenläden und immer mehr Gastronomie werden schließlich ergänzt durch Filialen der
Konsumketten, bis sich der Stadtteil kaum noch von einer x-beliebigen Fußgängerzone unterscheidet.
Weichen müssen dafür Geschäfte, in denen die Bewohner_innen Sachen für ihren Alltagsbedarf kaufen
konnten und teilweise auch selbst gearbeitet haben.
MIETSTEIGERUNGEN DURCH SAGA UND GWG
In der Wachsenden Stadt werden die Räume enger: Studierende, Leute mit unregelmäßigem Einkommen
oder kleinen Renten, Hartz-IV-Empfänger_innen können sich ihre Wohnung nicht mehr leisten; Familien mit
Kindern müssen in Wohnghettos an den Stadtrand ziehen. Künstler_innen oder Musiker_innen wandern im
Metropolenwettbewerb direkt nach Berlin ab - die Subkulturen trocknen aus.
Das alles verschärft die Gentrifizierung - und die hat viele Gesichter: St. Pauli ist umstellt von
Investorenarchitektur, Marketing Events und Videoüberwachung. Subkulturen werden aus dem Viertel
gedrückt und sollen über die Elbe springen: In Wilhelmsburg werden im Zuge der Stadtteil-“Aufwertung“
durch die Internationale Bauausstellung (IBA) Sanierungsmaßnahmen durchgezogen, ohne nennenswerte
Rücksicht auf Mieter_innenrechte zu nehmen. So steigen Mieten beim Bauverein Reiherstieg eG um 20%.
Und die SAGA fasst bei der Sanierung einer Siedlung im Reiherstiegviertel viele günstige kleine
Wohnungen zu wenigen größeren teuren zusammen.
In Kirchdorf-Süd gehen die Grundstücke gleich blockweise an Finanzinvestoren wie Fortress.
Das öffentliche Wohnungsbauunternehmen SAGA - einst gegründet, um günstigen Wohnraum
bereitzustellen - muss heute Profit machen und überweist jährlich zig Millionen zur Finanzierung der
Elbphilharmonie an die Stadt. In Barmbek macht die SAGA vor drastischen Mieterhöhungen um die 30%
nicht halt.
ANGRIFFE AUF SELBSTBESTIMMTE FREIRÄUME
Inoffizielle Freiräume, jahrelang genutzt von Bootsbewohnern
in Kanälen, Seitenarmen, ungenutzten
Häfen, werden von der Hamburg Port Authority beschnitten:
Sie passen nicht in das wohlhabende
Bild der “Stadt am Wasser“.
Das Mövenpick-Hotel betrachtet den Schanzenpark
als seinen Vorgarten und setzt auch im
öffentlichen Park mithilfe der Polizei Ruhe und
Frieden für die Hotelgäste durch. Auf viel genutzten
Freizeitflächen wie der Eisbahn Planten un Blomen
oder dem Volkspark sollen kommerzielle Sporterlebnis-
Locations entstehen.
In den einschlägigen Stadtteilen jagt ein Großevent
den anderen – während politische und unkommerzielle
Aktionen wie das alljährlich selbst organisierte
Schanzenviertelfest mit Auflagen und Schikanen
überzogen oder verhindert werden sollen. Bauwagenplätze
werden seit Jahren gegängelt und mit
Polizeigewalt geräumt.
Die Schließung von kulturellen und sozialen Einrichtungen
erfüllt gleich mehrere Funktionen im Sinne
der Gentrifizierung. Oft befinden sie sich schon seit
langem in mittlerweile hochbegehrten Immobilien,
die so wieder dem Markt zur Verfügung gestellt
werden. Vor allem aber wird mit der Schließung von
Hilfeinstitutionen auch deren unliebsame Klientel
aus dem Viertel vertrieben. Der Senat musste den
Fixstern am Schulterblatt 2003 noch selbst schließen.
Aktuell ist die Drogenhilfeeinrichtung Palette
im Schanzenviertel – wie alle anderen Mieter_innen
des von der Stadt verkauften Montblanc-Gebäudes
- von Mieterhöhungen von 35% mit zusätzlicher
Staffelmiete betroffen.
DOCH ES REGT SICH WIDERSTAND:
 Mieter_innen schließen sich zusammen und machen sich schlau über ihre Rechte: auf St.
Pauli, in Osdorf, Lurup, St. Georg, Wilhelmsburg und vielen anderen Stadtteilen. Sie
wenden sich mit ihrem Protest an die Medienöffentlichkeit, sammeln Unterschriften und
wehren sich politisch und juristisch gegen ruinöse Ausplünderung und Vertreibung.
 In der Ludwigstraße im Schanzenviertel wurde allen Bewohner_innen im kleinen Holzhaus
Nr. 11 gekündigt, damit das historische Gebäude abgerissen und ein hoher Neubau mit
Eigentumswohnungen errichtet werden kann. Die gekündigten Mieter_innen kämpfen
gemeinsam darum, als Wohnprojekt bleiben zu können.
 In der Bernstorffstraße verhindern Anwohner_innen den Abriss des Kinos.
 Das Aktionsnetzwerk gegen Gentrification mobilisiert erfolgreich gegen Beachclubs beim
Fischmarkt und beginnt mit der Wunschproduktion für einen „Strand für alle“.
 Hunderte protestieren dagegen, dass die Eisbahn in den Wallanlagen in ein teures
Eventcenter umgewandelt wird.
 Das Mövenpick Hotel im Schanzenpark wird nicht ungestört sich selbst überlassen.
 Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht Symbole dieser Entwicklung, wie zum Beispiel neue
Läden und neugebaute Eigentumswohnblocks im Schanzenviertel, Objekte spontaner
Umgestaltung der Schaufensterscheiben und Fassaden werden.
 Das Centro Sociale im Karolinenviertel wird von Anwohner_innen in Eigenregie der
drohenden kommerziellen Nutzung entzogen, als Freiraum angeeignet und genutzt.
RECHT AUF STADT!
Das Recht auf eine freie und auf sozialer Gleichheit beruhende Stadt haben alle: ob sie eine
Wohnung gemietet haben oder ob sie wegen Hartz IV-Mietobergrenzen Wohnung und Stadtteil
verlassen müssen; ob sie, geduldet, auf einem Kahn in einem Hafenbecken leben oder ob sie als
Obdachlose einen innenstadtnahen Platz zum Platte machen und Betteln benötigen; ob sie einen
Park mit Vogelgezwitscher zum Erholen, einen Verkaufsort für selbstgehäkelte Socken, einen
Ausblick auf den Hafen zum den Kopf klar kriegen, eine Bank zum Knutschen oder einen Spot
zum Skateboarden brauchen.
Recht auf Wohnen, Recht auf Aneignung, auf Orte der Leidenschaft, Ruhe, auf dem Dach tanzen,
in der Elbe schwimmen, auf Austausch und und und... Das kann nur gelingen, wenn wir uns
gemeinsam gegen diejenigen wenden, die von der Verarmung, Verdrängung und Unterdrückung
profitieren - damit wir morgen wieder sagen können: Stadtluft macht frei!
Stadt für alle und zwar sofort!
· Bezahlbare Wohnungen überall in der Stadt – Wohnen ist Menschenrecht!
· Keine Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen!
· Keine Mieterhöhungen nach Modernisierung - Mieten einfrieren!
· Keine Privatisierung öffentlicher Räume - kein Verkauf von städtischen Wohn- und
Gewerbeimmobilien!
· Alternative Projekte erhalten, soziale und kulturelle Freiräume schaffen!
· Keine Vertreibung von Hartz-IV-Empfänger_innen aus ihren Wohnungen - Abschaffung der
lebensfremden Mietobergrenzen, Schluss mit den Zwangsumzügen!
· Neubau von zehntausenden öffentlich geförderten, preiswerten und schicken
umweltfreundlichen Wohnungen in den nächsten Jahren in attraktiven Lagen!
· Freie Wohnortwahl für Flüchtlinge!
· Gegen Polizeiwillkür und Überwachung!
DIE STADT GEHÖRT ALLEN!
DEMONSTRATION - 13. JUNI 2009 14 UHR JUNGFERNSTIEG ECKE BALLINDAMM

Bisherige Unterzeichner_innen:
Antirepressionsgruppe Hamburg • Arbeitskreis Lokale Ökonomie • Arbeitskreis Umstrukturierung (AKU) Wilhelmsburg • Archiv der
sozialen Bewegungen • Avanti – Projekt undogmatische Linke Hamburg • Autonome Linke [ALi] • Buchhandlung im Schanzenviertel •
Café Libertad Kollektiv • Centro Sociale • Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. • Ermittlungsausschuss Hamburg • Es regnet
Kaviar – Aktionsnetzwerk gegen Gentrification • Frappant e.V. • Freies Netzwerk für den Erhalt des Schanzenparks • Gaststätte Fritz
Bauch • Golden Pudel Club • Gruppe (a²) Hamburg • Gruppe 170 • Gruppe Blauer Montag • Gruppe Commode • GWA St. Pauli
e.V. • HafenVokü • Hausgemeinschaft Chemnitzstraße • hedonistische internationale – sektion freiräume statt investorenträume •
Holger Halfmann • HUDE - Beratung für wohnungslose junge Menschen in HH-Nord • Kopierladen Schanzenblitz • Kunstraum Linda
e.V. • Mieter helfen Mietern - Hamburger Mieterverein e.V. • MieterInnenrat Hamburg • Netzwerk „Gängeviertel soll nicht gehen!“ •
Park Fiction • Planwirtschaft Klausstraße • quartieren.org • Rote Flora • Sozialpolitische Opposition Hamburg e.V. • SPSH e.V. •
St. Georger Bürgerinitiative "Ohne Mix is nix!" • Stadtteilkollektiv Rotes Winterhude • Störtebeker • Wohnprojekt Auferstanden aus
Ruinen • Wohnprojekt Inter - Pares • Wohnprojekt Ludwigstraße • Wohnprojekt Parkhaus • Wohnprojekt Plan B • Wohnprojekt
Schanzenstraße 41 a [Stand: 3.6.09 - alle Unterstützer_innen zu finden auf www.rechtaufstadt.net]
Weitere Unterstützer_innen willkommen: AntiGentri@shared-files.de
INFOS ZU DEN VERANSTALTUNGSTAGEN GEGEN GENTRIFIZIERUNG 19. - 21. JUNI:
WWW.RECHTAUFSTADT.NET

x©x©x©x-----------------------------------------------x©x©x©x

so, nu reicht aba, achnee, Trümmer Zombie und Co. am Hafen aka the MotherFuckers of Czombies ham auch noch einen:

Samstag 13. June 09 22:00 Uhr Golden Pudel Club
~~~~ ~~~~ ~~~~ ~~~~ ~~~~ ~~~~ ~~~~ ~~~~ ~~~~

BASS THE WORLD NORTH w/

Live: MILANESE (Warp/ Planet µ/ UK)
&
DJ MAXXIMUS (MG77/ BassTheWorld/ Berlin)



Native Londoner Steve (Milanese) is an incredible young producer
with a perversion for tearing up dancefloors with precision low  
frequencies and brutal metallic rhythms.

He made his debut in 2004 with the refreshing 12” “Vanilla Monkey” on  
Warp's dance offshoot Arcola, followed by his debut mini LP “1 Up” on  
Warp.

Inspired by the growing grime scene in the early 2000’s he signed to  
Planet Mu for his debut album "Extend".

On the question of his musical style, Milanese calls it “Mashed up  
robot music, basically like a computer game gone horribly wrong.
This is actually a much too modest attempt at pinning down the  
fierce, raw aggression of his rumbling beats,
the sinister emotional tone and sophisticated panache of his production.

His latest album ‘Lockout’ is released by Planet-Mu on the 15th June  
2009.

His live sets are some of the fiercest in the business,
prepare yourself for some serious low-end abuse!

http://www.myspace.com/milanese1





Sonntag 14. June 09 22.00 Uhr MFOC/ Golden Pudel Club
~~~~ ~~~~ ~~~~ ~~~~ ~~~~ ~~~~ ~~~~ ~~~~ ~~~~ ~~~~ ~

Live: Fela Borbone (Valencia/ E)
           & LCDD (Los Caballos De Düsseldorf/ E)


http://www.myspace.com/lcdd
http://www.myspace.com/felaborbone



http://www.pudel.com
http://www.mfoc.de

x©x©x©x-----------------------------------------------x©x©x©x

so Mädels, meet me at the corner of your Life, ich hoffe ihr nutzt die diesseitige Zeit, die euch noch bleibt, viel Spass !

by(e)

h©ly©14u5